Verantwortungsvoller Anbau unserer wichtigsten Rohstoffe
Zucker – in der Natur gewachsen
In den landwirtschaftlichen Kulturen Zuckerrübe und Zuckerrohr wird während der Wachstumsperiode Zucker (Saccharose) eingelagert. Der Zucker wird auf natürlichem Weg in der Pflanze gebildet. Sie braucht dazu Wasser, Kohlenstoff und die Sonne als Energielieferanten.
Eingelagert wird der Zucker als Energiespeicher, aus dem im natürlichen Kreislauf die Pflanze für die ersten Blätter ihren Energiebedarf deckt. Haben diese Blätter erst einmal den Boden durchstoßen, steht das Sonnenlicht als Energiequelle wieder zur Verfügung.
Rübe im Norden, Rohr im Süden
Im Wesentlichen ist die Zuckerrübe auf der nördlichen Halbkugel, das Zuckerrohr auf der südlichen Halbkugel der Welt im Anbau vertreten. Kleine Ausnahmen bestätigen diese Regel (Zuckerrübenanbau in Chile zum Beispiel).
Düngung als Rückführung entzogener Nährstoffe
Im landwirtschaftlichen Anbau werden die Kulturen mit den Nährstoffen versorgt, die durch das Erntegut entzogen wurden. Nährstoffe im konventionellen Anbau werden in mineralischer oder organischer Form dem Boden zugefügt. Im biologischen Anbau ist die Düngung bestimmten Regeln unterworfen. Mit der Zufuhr stehen die Nährstoffe der Pflanze zum Wachstum wieder zur Verfügung.
Weiterer Pflanzenschutz wird bei der Unkrautbekämpfung und beim Schutz vor tierischen und pilzlichen Schaderregern betrieben.
Geerntet wird der Energiespeicher
Die Pflanzen werden geerntet, bevor der Energiespeicher von der Pflanze für einen Neuaustrieb gebraucht wird. Der bis dahin gebildete und eingelagerte Zucker liegt in flüssiger Form in den Zellen als gespeicherte Sonnenenergie vor.
Ökologischer Anbau für Biozucker
Der Anbau unterliegt in biologischen Verfahren den Regeln der unterschiedlichen Anbausysteme (Verbände). Die Einhaltung der Regeln wird durch die Organisationen zertifiziert. Der Zucker aus diesen Verfahren wird vorrangig regional als Biozucker vermarktet.